Kirch-Krise: Leo Kirch will offenbar das Feld räumen

Montag, 25. März 2002

Das Schicksal des Kirch-Konzerns scheint besiegelt. Firmengründer Leo Kirch soll dem enormen Druck der Gläubigerbanken nachgegeben und sich bereiterklärt haben, sich aus dem Unternehmen zurückzuziehen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, soll Kirch der Bayerischen Landesbank, der Hypo-Vereinsbank, der DZ Bank und der Commerzbank die Mehrheit an der Kirch Media übertragen. Er soll sogar bereit sein, seine Anteile am Konzern ganz abzugeben.

Die bisherigen Mitgesellschafter, wie Rupert Murdoch, Silvio Berlusconi und Rewe, sollen als Minderheitsgesellschafter am Konzern beteiligt bleiben. Banken und Mitgesellschafter von Kirch Media haben sich bereit erklärt, kurzfristig 800 Millionen Euro locker zu machen, um das Unternehmen vor dem Konkurs zu bewahren.
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