Kirch Intermedia will 2004 den Break-even erreichen

Donnerstag, 22. März 2001

Das aus Pro Sieben Digital Media und Kirch New Media zu Kirch Intermedia fusionierte Multimedia-Unternehmen der Kirch-Gruppe plant eine Online-Marketingoffensive. Noch in diesem Jahr soll der Onlineauftritt des Nachrichtensenders N 24 relauncht werden. Komplett renoviert wird auch Prosieben.de. Zum Neustart gibt Kirch einen zweistelligen Millionenbertag für Werbung aus. Ein Pitch ist noch nicht eingeleitet.

Ebenfalls im zweistelligen, aber im Vergleich zur Kampagne wesentlich höheren Millionenbereich liegen die Anlaufkosten, den die ehemalige Kirch New Media in die Webaktivitäten investiert hat. Laut Marcus Englert, designtierter Vorstandssprecher der Kirch Intermedia, wird bis zum geplanten Break-even im Jahr 2004 noch einmal ein deutlicher zweistelliger Millionenbetrag hinzu kommen. Zur Erinnernung: Ursprünglich war ein sehr hoher dreistelliger Millionenetat für die ehemalige Kirch New Media vorgesehen. Insgesamt hat Kirch also Geld gespart. Erstens durch die Fusion der Multimedia-Unternehmen Pro Sieben Digital Media und Kirch New Media und die sich daraus ergebenden Synergieeffekte. Zweitens durch das Aus des Entertainmentportals Maxdome. Das Geld für den nun nicht notwendigen Aufbau einer neuen Marke können die Münchner in ihre Mehrmarkenstrategie stecken.

Refinanzieren will Englert die Onlineaktivitäten unter anderem durch einen massiven Aufbau des Geschäftsbereichs Games. Ziel ist es, Inhalte und Design selbst zu konzipieren und die Programmierung Kooperationspartnern wie Paraworld zu überlassen. Ebenfalls start ausbauen will Englert den Bereich Content Syndication. In diesem Jahr sei bereits ein hoher einstelliger Millionenumsatz erzielt worden, betont Englert, der ein eigenes Team zusammenstellt, das Standard-Module und maßgeschneiderte Pakete für Großkunden schnürt. Mehr zur Person Marcus Englert und seinen Zielen in der aktuellen HORIZONT 12/2001.

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