Kirch Intermedia gliedert Technikbereich aus

Mittwoch, 02. Mai 2001
Neue Struktur mit altem Namen
Neue Struktur mit altem Namen

Die Entscheidung um die Zukunft der Dauerbaustelle Kirch Intermedia (KIM) ist erneut, diesmal auf Mitte Mai, verschoben worden. Nach HORIZONT-Informationen steht bereits fest, dass die Technik im Bereich Hardware aus der immer noch nicht offiziell umbenannten Kirch New Media ausgegliedert und der Taurus Media Technik zugeordnet wird. KIM-Vorstandssprecher Marcus Englert kann mit der Entscheidung leben: "Das führt zu Kostensynergien innerhalb der Gruppe." Immerhin betragen die Anfangsinvestitionen in die Technik bereits über 20 Millionen Mark. Darüber hinaus wird über die Gründung eines Softwarehauses nachgedacht.

Stellt sich nur die Frage, inwieweit die Positionierung der KIM dann noch Sinn macht. "Wir werden die Hoheit über die Online-Markenauftritte der Kirch-Sender bei der KIM bündeln", sagt Englert. Dennoch sind Reibungsverluste mit den Sender-Managern programmiert. Auch im noch nicht besetzten Bereich Sales dürfte die Abgrenzung zum Vermarkter Seven-One Interactive nicht einfach werden. Zumindest scheint die Besetzung des KIM-Sales-Vorstands geklärt. Denn Sport-1-Geschäftsführer Marcus Meyer wird öfter bei der KIM gesichtet. Mit den Vorständen Marcus Englert, Marcus Meyer und Stefan Groß-Selbeck soll KIM stärker konzeptionell tätig werden. Dass die KIM allen Effizienzplänen zum Trotz ein Auslaufmodell werden könnte, will Englert nicht hören: "Das ist Unsinn."
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