Kirch-Gruppe will in drei Jahren an die Börse

Donnerstag, 08. Oktober 1998

Die Münchener Kirch-Gruppe plant offenbar in drei Jahren einen Börsengang. In diesem Zeitraum seidies zumindest machbar, äußerte Kirch-Geschäftsführer Jan Mojto in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die geplante Neuordnung aller Aktivitäten im Fernsehgeschäft unter dem Dach einer Holding solle bis Ende des Jahres stehen. Dazu feilt Kirch derzeit an einer europäischen Medienallianz mit Silvio Berlusconi. Auch der saudiarabische Prinz Al-Walid soll daran beteiligt werden. Gespannt dürfte in Ismaning auch die Entscheidung des Bundeskartellamtes bezüglich der Aufstockung der Kirch-Anteile an dem Pay-TV-Sender Premiere erwartet werden. Diese Woche hatten die Berliner Wettbewerbshüter der CLT-Ufa die Anteilserhöhung von 37,5 auf 50 Prozent verboten. Ob Kirch seine Beteiligung von 25 auf 50 Prozent erhöhen darf, ist fraglich. Dagegen soll einer Aufstockung der Sat 1-Anteile von Kirch laut einem Bericht des "Handelsblatt" nichts mehr im Wege stehen. Kirch will seine Beteiligung von derzeit 43 Prozent um ein Paket der Holtzbrinck-Gruppe in Höhe von 15 Prozent erweitern.
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