Kirch-Gruppe weiter unter Druck

Montag, 04. Februar 2002

Die angeschlagene Kirch-Gruppe kommt nicht zur Ruhe. Der Streit zwischen dem Münchner Medienunternehmen und dem Axel-Springer-Verlag um die Beteiligung an Pro Sieben Sat 1 Media ist in vollem Gange, da wird auch schon wieder der nächste potenzielle Gläubiger laut: So soll Rupert Murdoch, der mit 22 Prozent an Premiere World beteiligt ist, gedroht haben, im Falle einer Insolvenz Kirchs strafrechtlich gegen den Münchner Medienunternehmer vorzugehen, wenn dieser ausgewählten Gläubigern und Aktionären finanzielle Vorzüge gewähre, ohne Murdochs News Corporation vergleichbare Rechte einzuräumen.

Offenbar sieht Murdoch seine Option bedroht, nach der er im Oktober seinen Anteil an Premiere gegen Zahlung von 1,5 Milliarden Euro an Kirch zurückgeben darf.

Ungeachtet der Auseinandersetzungen kümmert man sich bei Kirch um die Besetzung der Führungspositionen der fusionierten Kirch Media. So soll Kirch jetzt die zweite Führungsebene, die der Direktoren des Konzerns, festgelegt haben. Im Vorstandsbereich Programm, geleitet von Fred Kogel, ist Kogel ebenfalls für Verkauf und Produktion zuständig. Wolfgang Hahn kümmert sich um den Einkauf. Im Vorstandsbereich Free-TV, angeführt von Urs Rohner, arbeitet Ludwig Bauer als Direktor Programm, Stefan Ziffzer als Direktor Sport, Torsten Rossmann als Direktor News und Peter Christmann als Direktor Vermarktung. Der von Alexander Liegl geleitete Vorstandsbereich Sport hat drei Direktoren: Oscar Frei für den Rechtehandel, Alexander Ritvay für Formel 1 und Florian Nowosad für Außenproduktion.
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