Kirch-Gruppe wehrt sich gegen "falsche" Behauptungen in der SZ

Mittwoch, 06. Mai 1998
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SZ Kirch-Gruppe Finanznot


Bei den in der heutigen Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") aufgestellten Behauptungen, derMedienkonzern Kirch sei in großen Finanznöten "handelt es sich nicht um eine aktuelle ,Information”, wie die reißerische Aufmachung glauben machen will, sondern um die Doublette, damals wie heute falsch", erklärt die Kirch-Gruppe in einer Pressemitteilung. Bereits am 24. März hatte die "SZ" überangebliche finanzielle Schwierigkeiten der Kirch-Gruppe berichtet. In der heutigen Ausgabe der "SZ" heißt es: "Nach Informationen der ,Süddeutschen Zeitung” bemüht sich der stark verschuldete Kirchseit vorigem Jahr vergeblich, von Banken einen neuen Großkredit in Milliardenhöhe für seinen risikoreichen Expansionskurs im Fernsehen zu erhalten." Darüber hinaus werden die Verluste bei Kirchs Digital-TV-Angebot DF1 auf 1,1 Milliarden Mark beziffert. Reaktion der Kirch-Gruppe: "Damals wie heute war und ist bei dem verantwortlichen ,SZ”-Vertreter sein Wunsch Vater des Gedankens - nämlich derVersuch, eines der erfolgreichsten europäischen Medien-Unternehmen durch unlauteren journalistischen Wettbewerb systematisch wirtschaftlich zu beschädigen und in seiner weiteren Entwicklung zu behindern." Dieses Bild werde noch dadurch abgerundet, daß Quelle des Berichts steuerliche Ermittlungsakten seien, "deren sich die ,SZ” zum wiederholten Male in rechtswidriger und entstellender Weise bedient."
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