Kiosk-Krieg am Mittwoch: Klambts „OK“ attackiert Bauers „Closer“

Donnerstag, 23. August 2012
„Marktführer werden kopiert": „Closer"-Geschäftsführer Peter Levetzow
„Marktführer werden kopiert": „Closer"-Geschäftsführer Peter Levetzow

Showdown zur Wochenmitte: Die Mediengruppe Klambt positioniert ihr unter starkem Auflagenschwund leidendes People-Magazin „OK" frontal gegen Bauers neues Heft „Closer". Ab der kommenden Woche erscheint „OK" statt donnerstags dann mittwochs - ebenso wie „Closer". Klambt bestätigt entsprechende HORIZONT.NET-Informationen aus Vertriebskreisen. „OK" erscheint seit Februar 2008 in Klambts Joint Venture mit dem britischen Verlag Northern & Shell.
Gleicher Preis, gleicher Erscheinungstag: "OK"...
Gleicher Preis, gleicher Erscheinungstag: "OK"...
Und seit kurzem kostetet „OK" auch nicht mehr 2 Euro, sondern nur noch 1,60 Euro - ebenso wie „Closer". Der gesenkte Copypreis sei Teil einer „Sommeroffensive", die es ähnlich auch bereits im vergangenen Jahr gegeben habe, heißt es bei Klambt. Wie lange die Preissenkung in diesem Jahr währt, ist unklar. Diese Maßnahme und den vorgezogenen Erscheinungstag erklärt Klambt damit, dass man sich stets aller verfügbaren Marketinginstrumente bediene, um die eigenen Titel optimal im Markt zu positionieren.

... und "Closer"
... und "Closer"
Man könnte auch sagen: Klambt scheint der Erfolg von Bauers erst im Februar dieses Jahres gestarteten „Closer" nicht geheuer. Der Neuling legte mit 112.089 verkauften Heften im 2. Quartal 2012 ein ordentliches IVW-Debüt hin, während die Auflage von „OK" zum 6. Mal in Folge zum jeweiligen Vorjahreszeitraum um über ein Fünftel sank. Im 2. Quartal dieses Jahres verkaufte „OK" nur noch 114.266 Hefte. Im Einzelverkauf hat „Closer" (111.453 Stück) den Wettbewerber „OK" (81.072) bereits vom Start weg überholt.

Auf die Frage, inwieweit man sich von Klambts Offensive traktiert oder kopiert fühle, antwortet Bauer eher allgemein: „Marktführer werden kopiert. ,Intouch‘ und ,Closer‘ sind grandiose Marken - und dass sich daran Wettbewerber orientieren, ehrt uns", sagt „Closer"-Geschäftsführer Peter Levetzow. rp
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