Kinowelt steht Insolvenzverfahren bevor

Montag, 26. November 2001

Dem bereits angeschlagenen Kinowelt-Konzern droht die Pleite. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die niederländische Bank ABN Amro die Kredite der Kinowelt Medien gekündigt. Der Kreditbetrag beläuft sich auf über 100 Millionen Mark.

Sollte eine kurzfristige Einigung mit der Bank nicht möglich sein, wird ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Die Kündigung erfolgt mit Wirkung zum 28. November 2001. Kinowelt sieht sich nach eigenen Angaben nicht in der Lage, den Kreditbetrag bis dahin aufzubringen.

Der Konzern beschäftigt insgesamt 797 Mitarbeiter. "Die Kündigung kommt für uns überraschend, da es uns in den letzten Monaten gelungen ist, einen positiven Cash-Flow vor Zins und Tilgung zu erwirtschaften", sagt Unternehmenssprecherin Christin Wegner. Mit Ausnahme der ABN Amro habe keine der finanzierenden Banken ihre Kredite fällig gestellt. Einige Banken hätten sogar die Bereitschaft signalisiert, einen Restrukturierungsbeitrag zu leisten.
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