Kinowelt scheitert bei der Suche nach Neuinvestoren

Mittwoch, 08. Mai 2002

Ein halbes Jahr nach dem Insolvenzantrag des Münchner Kinowelt-Konzerns droht dem Unternehmen endgültig das Aus. Das Amtsgericht München eröffnete am Mittwoch das Insolvenzverfahren über das Firmenvermögen. Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass die Verhandlungen mit möglichen Investoren über eine Rettung des Konzerns "deutlich schwieriger" geworden seien.

Zwar hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Wolfgang Ott sich ursprünglich optimistisch gezeigt, doch durch die Insolvenz der Kirch Media hat sich das Klima für Investionen in der Medienbranche deutlich verschlechtert. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei nun eine notwendige Voraussetzung für eine weitere Sanierung des Kerngeschäfts erfüllt, erklärte das Unternehmen.

Allerdings räumt Kinowelt auch ein, dass der Fortbestand der beiden zahlungsunfähigen Gesellschaften Kinowelt Medien AG und Kinowelt Lizenzverwertung in der bestehenden Form unwahrscheinlich sei. Realistischer sei die Übertragung des vorhandenen Vermögens auf eine Auffanggesellschaft. Die Sanierung und der Geschäftsbetrieb laufen unter der Leitung von Wolfgang Ott umfänglich weiter.
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