Kinowelt dementiert "Stern"-Vorabbericht zu Liquiditätsproblemen

Mittwoch, 08. August 2001

In akuten Zahlungsschwierigkeiten soll nach Informationen des "Stern" die angeschlagene Münchner Kinowelt stecken. Die Hypo-Vereinsbank habe Liquiditätsprobleme bestätigt. Die Kinowelt hingegen dementiert: Die Meldung sei aus dem Zusammenhang gerissen, das Interview mit dem Sprecher der Hypo-Vereinsbank, das der "Stern" als Quelle angibt, bereits vor einiger Zeit geführt worden. Der Sprecher habe das Statement zwischenzeitlich zurückgezogen. "Fakt ist, dass wir derzeit gemeinsam mit den Banken eine Umfinanzierung prüfen.

Beide Seiten sind sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen zu einem Abschluss kommen werden", sagte Kinowelt-Sprecher Heinz Erke zu HORIZONT. Der Kinowelt-Aktienkurs sank dennoch zwischenzeitlich um 9 Prozent auf 1,87 Euro. Damit ist das Unternehmen nicht mehr im NEMAX 50 der wichtigsten Markttitel verzeichnet. Anfang Mai hatte die Kinowelt bekannt gegeben, dass das Ergebnis vor Steuern und Zinsen in diesem Jahr voraussichtlich unter dem Vorjahreswert liegen werde. Erst in der vergangenen Woche hatte der bisherige Finanzvorstand der Kinowelt, Eduard Unzeitig, sein Amt niedergelegt.
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