Kinowelt: Multiplexe drücken das Ergebnis

Mittwoch, 11. April 2001

Anlaufkosten für neu eröffnete Multiplexe sowie Schließungskosten für unrentable Kinos haben das Ergebnis von Kinowelt Medien belastet. Der Jahresüberschuss 2000 verringerte sich auf 3,7 Millionen Mark. Im Vorjahr hatte das am Neuen Markt notierte Münchner Medienunternehmen einen Überschuss von 22,1 Millionen Mark erwirtschaftet. "Der Ergebnisrückgang war ein einmaliger, durch Sonderfaktoren verursachter Vorgang", zieht Vorstandschef Michael Kölmel Bilanz. Nach eigenen Angaben konnte Kinowelt im Jahr 2000 seinen Umsatz um 58,3 Prozent auf 605 Millionen Mark steigern.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 15,2 Millionen auf 49 Millionen Mark. Für das laufende Jahr hält Kinowelt an den Prognosen fest. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz von 700 Millionen Mark und einem Ebit von 110 Millionen Mark. Anfang April hat Kinowelt die restlichen 49,9 Prozent an der Kinopolis-Multiplexkette übernommen, auf die es sich beim Einstieg im Mai 2000 eine Option gesichert hatte. Nach Vorlage der Bilanz stieg der Aktienkurs von Kinowelt um rund 19 Prozent auf 6,56 Euro.
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