Kinowelt-Mitarbeiter protestieren gegen Kölmels Rückkehr

Mittwoch, 14. August 2002

Mitarbeiter des insolventen Kinowelt-Konzerns haben in einem offenen Brief gegen den geplanten Verkauf des Unternehmens an Gründer Michael Kölmel protestiert. "Diese Entscheidung gefährdet akut eine nicht unerhebliche Zahl von Arbeitsplätzen in München", hieß es in dem Schreiben, das an den Münchner Oberbürgermeister, die Bayerische Staatskanzlei, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien sowie die Kinowelt-Gläubiger ging.

Die Unterzeichner fürchten, dass eine von den Kinowelt-Firmengründern Michael und Rainer Kölmel abgegebene Arbeitsplatzgarantie nicht für den Standort München gilt: "Nach unserem heutigem Kenntnisstand wurde hier ein Scheinversprechen abgegeben." Die Mitarbeiter befürchten die Verlegung des Firmensitzes nach Leipzig, dieser Plan soll Bestandteil des Kölmel-Modells sein.

Der Kinowelt-Manager Marcus Schöfer, der zusammen mit seinem Kollegen Jerry Payne ebenfalls das angeschlagene Medienunternehmen übernehmen wollte, hat seine Konsequenz aus der bevorstehenden Rückkehr der Kölmels gezogen und seine Ämter niedergelegt.
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