Kinowelt Medien beantragt Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Mittwoch, 19. Dezember 2001

Die Kinowelt Medien AG und deren Tochtergesellschaft Kinowelt Lizenzverwertungs GmbH haben heute beim zuständigen Amtsgericht München vorsorglich die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Grund: Die Gespräche mit der ABN AMRO Bank seien seit der kurzfristigen Kreditkündigung mit Fristsetzung 28. November 2001 innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Frist von maximal 21 Tagen zu keinem Ergebnis geführt worden.

Da die deutsche Niederlassung der ABN AMRO Bank bereits am 29. November 2001 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen das Vermögen der Kinowelt Medien AG und der Kinowelt Lizenzverwertungs GmbH beantragt hat, erfolge der Antrag aus haftungsrechtlichen Gründen. Die rechtliche und wirtschaftliche Situation bleibe davon unberührt, heißt es.

Der Geschäftsbetrieb in den betroffenen Gesellschaften laufe in vollem Umfang weiter. Alle anderen Tochtergesellschaften und Beteiligungen der Kinowelt Medien AG, wie die Kinowelt Home Entertainment GmbH, die Kinowelt Filmverleih GmbH, die Kinowelt Filmproduktion GmbH, Atlas Air Film + Media Service GmbH und auch die Kinopolis-Multiplex-Kinos, seien von dem Vorgang davon nicht betroffen. Das operative Geschäft dieser Gesellschaften sei sichergestellt.
Meist gelesen
stats