Kinobetreibern steht ein harter Winter ins Haus

Freitag, 08. Dezember 2000
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Kinowetter Schmuddelwetter Andreas Krämer Cinemaxx


Die Formel Schmuddelwetter gleich Kinowetter scheint außer Kraft gesetzt. Waren die Besucherzahlen der deutschen Kinos bereits im Oktober rückläufig, so lagen die Werte von November gar unter denen des traditionell schwächsten Kino-Monats Juli. Auch für Dezember fallen die Prognosen der Kinobetreiber pessimistisch aus. Der deutsche Marktführer Cinemaxx rechnet für das erste Geschäftshalbjahr 2000/2001 mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe. Für den Abwärtstrend, der sich durch die gesamte Kinobranche zieht, sieht Andreas Kramer, Geschäftsführer beim Hauptverband deutscher Filmtheater, mehrere Gründe. "Viele der neuen Multiplexe verzeichnen in den ersten beiden Jahren gute Ergebnisse, häufig folgt jedoch ab dem dritten Jahr ein Einbruch", so Kramer. Unter dem hohen Konkurrenzdruck seien außerdem viele der neuen Säle überdimensioniert geplant worden. Auch die Qualität der Filme, die zunehmend auf Schnelllebigkeit getrimmt seien, ist nach Meinung des Geschäftsführers wesentlich verantwortlich für den Besucherrückgang.
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