Kids VA 2010: "Mickey Maus Magazin" ist Dauerbrenner / Markenbewusstsein steigt

Dienstag, 10. August 2010
Dauerbrenner: das "Micky Maus Magazin"
Dauerbrenner: das "Micky Maus Magazin"

Die junge Zielgruppe ist medienaffin und offen für Werbung - das legen die Ergebnisse der diesjährigen Kids Verbraucher Analyse (Kids VA 2010) nahe. Ein weiteres Ergebnis lässt Werbetreibende aufhorchen: Das Markenbewusstsein steigt an. Laut Studie greifen 4,35 Millionen Kinder regelmäßig zu Zeitschriften, was einer Nettoreichweite von 70,2 Prozent entspricht. In der Beliebtheitsskala führt nach wie vor das wöchentlich erscheinende "Micky Maus Magazin" von Egmont Ehapa mit 627.000 Lesern.

Vorjahresvergleiche erlaubt die jährlich vom Egmont Ehapa Verlag herausgegebene Studie jedoch nicht: Durch eine Erweiterung um deutschsprachige Ausländer liegt die Grundgesamtheit nun bei 6,2 Millionen Kindern im Vergleich zu 5,7 Millionen im Jahr 2009.

Die Bedeutung digitaler Medien nimmt zu: Drei von vier Kindern haben einen Computer oder zuhause Zugriff auf einen und 28 Prozent nutzen das Internet sogar täglich. Medium Nummer 1 bleibt allerdings das Fernsehen: 81 Prozent der Jungen voten für TV als Top-Freizeitaktivität, bei den Mädchen belegt es Platz 2. "Damit kann das Fernsehen wie das Lesen von Zeitschriften und Büchern seine führende Stellung behaupten. Eine Verdrängung der alten durch die neuen Medien findet derzeit also nicht statt", sagt Ingo Höhn, Geschäftsleiter Anzeigen des Egmont Ehapa Verlags.

Ingo Höhn, Geschäftsleiter Anzeigen Egmont Ehapa Verlag
Ingo Höhn, Geschäftsleiter Anzeigen Egmont Ehapa Verlag
Die Jüngsten sind keine Werbeverweigerer: Ihre Akzeptanz für kommerzielle Medienbotschaften ist mit 71 Prozent beim TV und 62 Prozent in Zeitschriften sehr hoch. Auch hinsichtlich der Brands wissen die Kleinen, was sie bevorzugen: "Insbesondere im Non-Food-Bereich stellt die Kids VA ausgeprägtes Markenbewusstsein fest, gilt es doch hier, sich äußerlich darzustellen", sagt Höhn.

Nachholbedarf für Werbungtreibende offenbart die Studie möglicherweise in puncto Handys und MP3-Player: Zwar zeigen die Eltern bei den meisten Produkten eine hohe Bereitschaft, den Markenwünschen nachzukommen. Bei den Elektronikartikeln klaffen die Vorstellungen von Groß und Klein jedoch auseinander. hor

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