Keine gemeinsame Programmanalyse im dualen System

Montag, 16. Februar 1998

Die Landesmedienanstalten, die den privaten Rundfunk in Deutschland beaufsichtigen, haben das Angebot der ARD/ZDF-Medienkommission ausgeschlagen, sich an einer gemeinsamen Programmanalyse zu beteiligen. Im Dezember letzten Jahres hatte es dazu Sondierungsgespräche zwischen Vertretern der öffentlich-rechtlichen Anstalten, den Landesmedienanstalten und dem Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) gegeben. Auch der VPRT hat seine Beteiligung an einer gemeinsamen Programmanalyseabgesagt. "Eine Beteiligung von Lizenzgebern und -nehmern im Privatfunk ist aber Voraussetzung fürdie gemeinsame Strukturanalyse mit ARD/ZDF gewesen", erklärt Dr. Helmut Haeckel, Direktor der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. Die ARD/ZDF-Medienkommission führt seit 1985 jährlich eine Programmstrukturanalyse durch, in der Anteile von Information, Fiction, Unterhaltung, Sport und Werbung für einzelne Sender ermittelt werden. Die Landesmedienanstalten geben seit vergangenem Jahr einen Programmbericht mit strukturanalytischem Teil heraus, der nun regelmäßig im Zweijahresrhythmus erscheinen soll.
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