Keine Einigung im Streit um Fußball-Übertragungsrechte

Montag, 23. Juli 2001

Im Konflikt um die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesligaspiele verhärten sich die Fronten. Die Kirch-Gruppe hatte zunächst gemeldet, dass ihre Sportrechteagentur ISPR mit den ARD-Intendanten auf der Ebene der Verhandlungsdelegationen zu einer Einigung gekommen sei. Nach dem erzielten Kompromiss hätte die "Tagesschau" über ein Toppspiel ihrer Wahl in einer Länge von 30 Sekunden berichten können. Bei einer Partie mit mehr als drei Toren hätte die zugestandene Sendezeit 40 Sekunden betragen.

Die ARD hat die kolportierte Einigung kurz darauf als "unwahr" bezeichnet. Nach wie vor gestehe die ISPR der ARD nicht die vertraglich vereinbarte freie Wahl der Top-Spiele zu. Das Angebot der Kirch-Gruppe, über Top-Spiele mit nicht mehr als drei Toren nur 30 Sekunden zu berichten, bewertete die ARD als "unseriös". Die Kirch-Gruppe vermutet, dass es der ARD um einen grundsätzlichen Konflikt über die Frage des zulässigen Umfangs von Kurzberichterstattung geht.
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