Keine Einigung bei der Diskussion um die Grundversorgung

Freitag, 12. Februar 1999

In der Diskussion um die Grundversorgung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten scheinen sich die Fronten zu verhärten. Der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Voß appellierte an die Länderchefs, allen Versuchen, die Grundversorgung durch einen sogenannten Funktionsauftrag zu ersetzen, eine Absage zu erteilen. Die ARD werde sich allen Versuchen widersetzen, den Verfassungsauftrag der Grundversorgung aufzuweichen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dürfe nicht als ein Anhängsel des kommerziellen Medienmarkts angesehen werden. Der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT), Jürgen Doetz, sieht in der Absage der ARD für weitere Gespräche bezüglich des Funktionsauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine Dokumentation des „ungebremsten Expansionswillens" der ARD. Das Verhalten der ARD unterstreiche die Notwendigkeit der Diskussion über die Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
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