Kein Börsengang für den Internet-Lebensversicherer Mamax

Montag, 23. Juli 2001

Die Mannheimer Versicherungsgruppe hat den für 2002 geplanten Börsengang ihrer Internet-Tochter Mamax abgeblasen. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Im September 2000 wurde die Mamax als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Mannheimer Versicherungsgruppe gegründet, um die Vertriebskanäle der Unternehmensgruppe durch den Online-Verkauf von Lebensversicherungen zu ergänzen. Statt des Börsengangs der Mamax sind nun Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft abgeschlossen worden. Damit sollen die Anlaufverluste des Tochterunternehmens durch Gewinne der anderen Konzerngesellschaften abgefangen werden. Später will die Versicherungsgruppe die Gewinne der Internet-Tochter nutzen. Fließen werden diese jedoch frühestens 2004, so die internen Schätzungen. Im Jahr 2000 hat die Mamax einem Verlust von rund 3 Millionen Mark eingefahren. Für 2001 wird ein Minus von 15 Millionen Mark erwartet.
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