Keferstein und Rudloff verlassen die FAZ

Montag, 19. August 2002

Edmund J. Keferstein und Klaus Rudloff werden aus der Geschäftsführung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ausscheiden. Dies bestätigt ein Sprecher der "FAZ" gegenüber HORIZONT.NET. Das Verlagshaus begründet die Maßnahme mit einer stärkeren Fokussierung auf ihr Kerngeschäft, die eine Überprüfung und Neuordnung der Beteiligungen zur Folge habe. So sei etwa geplant, die Bandbreite des Internetauftritts zu verringern und die Print-Redaktion stärker in die Produktion der Online-Angebote mit einzubeziehen.

Der Abtritt Kefersteins, der den Bereich New Media seit Anfang 2000 leitete, wird direkt mit der Neuordnung des Online-Geschäftsbereichs begründet. Laut "FAZ" wird er sich beruflich anderweitig orientieren. Rudloff, der in Kürze seinen 60. Geburtstag feiert, wird dagegen wieder als Anwalt arbeiten.

Vor wenigen Wochen hatte die "FAZ" aufgrund der Flaute im Werbemarkt drastische Sparmaßnahmen und eine Entlassungswelle angekündigt. Zudem wurden aufgrund des Sparzwangs bereits die "Berliner Seiten" eingestellt und der Abopreis um 2 Euro auf 30,20 Euro im Monat erhöht.

Neues Mitglied in der "FAZ"-Chefetage wird Roland Gerschermann, bislang Geschäftsführer bei dem Schwesterunternehmen Frankfurter Societäts-Druckerei. Seine Tätigkeit dort wird er parallel weiterführen.
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