Kaufinteressenten der FR befürchten Risiken

Dienstag, 20. Juni 2006

DuMont Schauberg ist am Kauf der "Frankfurter Rundschau" (FR) interessiert, doch der Kölner Verlag fürchte gewisse Risiken, die den Deal platzen lassen könnten. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, will DuMont zuerst Verhandlungen der SPD-Medienholding DDVG mit dem Verlag Axel Springer abwarten. Die "FR"-Eigentümer wollen demnach verhindern, dass Springer bei einem Eigentümerwechsel des Druck- und Verlagshauses Frankfurt einen bestehender Druckauftrag kündigt. Laut "Süddeutsche Zeitung" sei DuMont dazu bereit, rund 30 Millionen Euro zu zahlen, um 50 Prozent der Frankfurter Verlagsgesellschaft zu erlangen. Derzeit hält die DDVG 90 Prozent. Die Holding reagierte indes in der "FR" auf die Spekulationen mit großer Zurückhaltung. Man befinde sich mit verschiedenen Interessenten im Gespräch, doch es gäbe weder irgendetwas zu bestätigen noch irgendetwas zu dementieren. Als weitere mögliche Käufer gelten neben DuMont auch die Madsack-Gruppe, die Holtzbrinck-Gruppe sowie die WAZ-Gruppe. gen
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