Kaufen oder Selbermachen? Verlage streiten über den richtigen Umgang mit Communities

Dienstag, 04. März 2008

Verlage sollten sich keinesfalls dazu hinreißen lassen, selbst Communities aufzubauen, warnt Wolfgang Büchner, Executive Editor von Spiegel-Online, auf dem vom VDZ, FIPP und der Cebit ausgerichteten Kongress Powering Digital Success in Berlin. "Wenn Sie das Geld haben, dann kaufen Sie sich eine Site wie Facebook", rät Büchner. Keine der großen Communities, ob nun Flickr, Myspace oder Friendster sei von einem Verlagshaus entwickelt worden. Verlagshäuser, so meint Büchner, seien kaum in der Lage, Communities aufzubauen. Sie sollten sich besser auf das konzentrieren, was sie am besten könnten, nämlich den Qualitätsjournalismus, ohne dabei jedoch die Möglichkeiten von Community- und User-Generated-Content-Elementen zu übersehen.

Arnaud de Saint Simon, Director General beim französischen Magazin "Psychologies", hält vehement dagegen: "Die Verlage verfügen über sehr starke Zeitschriftenmarken und um die lassen sich sehr wohl eigene Communities kreieren." Außerdem fühlten sich die oftmals Community-kritischen Werbekunden besser aufgehoben, wenn die Social-Networking-Sites von verlässlichen Partnern wie den Verlagen betrieben würden. ra



Meist gelesen
stats