Kathrein kritisiert Satelliten-Gebühr

Montag, 28. August 2006

Mit dem Antennen- und Receiverhersteller Kathrein hat sich erstmals ein Elektronikunternehmen offen gegen die Pläne für eine Gebühr für digitales Satellitenfernsehen gewandt. "Das wird die Digitalisierung behindern", ist sich Anton Kathrein, Chef des Elektronikherstellers, sicher. "Wir haben in den vergangenen Monaten bereits eine Renaissance bei der Nachfrage nach analogen Satelliten-Empfängern beobachtet", sagte der Geschäftsführende Gesellschafter des bayerischen Familienunternehmens gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zudem erwartet Kathrein auf Seiten der Kunden wenig Verständnis für die Satellitengebühr: "Das Problem ist, dass die Zuschauer auf einmal zahlen sollen, ohne dass sie einen Mehrwert erkennen können. Das gibt einen Aufschrei. Bisher haben die Leute noch gar nicht erkannt, was da auf sie zukommt."

RTL und MTV wollen zusammen mit dem Satellitenbetreiber SES Astra ihre digital über Satellit verbreiteten Programme ab dem ersten Halbjahr 2007 verschlüsseln. Haushalte mit Satellitenempfang müssen dann pro Gerät eine monatliche Gebühr von bis zu 3,50 Euro bezahlen. dhe

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