Kartellwächter verbieten Holtzbrinck den Kauf des Berliner Verlags

Mittwoch, 04. Februar 2004

Das Bundeskartellamt hat dem Medienkonzern Holtzbrinck endgültig den Kauf des Berliner Verlags ("Berliner Zeitung") untersagt. Bereits im Dezember hatten die Wettbewerbshüter den Stuttgartern signalisiert, dass sie der Übernahme nicht zustimmen werden. Holtzbrinck wollte den Verlag kaufen, um Synergien zwischen dem eigenen "Tagesspiegel" und der "Berliner Zeitung" zu nutzen.

Nach dem die Kartellwächter abwinkten, verkauften die Stuttgarter den "Tagesspiegel" an ihren Ex-Manager Pierre Gerckens - Rückkaufoption inklusive. Holtzbrinck will nun gegen den Kartellamtsentscheid beim Oberlandesgericht Düsseldorf klagen. Außerdem setzen die Stuttgarter auf die von der Bundesregierung angestrebte Lockerung des Pressefusionsgesetzes. Tritt die Novelle in Kraft, können beide Zeitungen auch ohne Zustimmung des Kartellamts zusammengeführt werden. he
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