Kartellamtsverfahren belastet Ergebnis von Bertelsmann

Mittwoch, 14. November 2007
Finanzvorstand Thomas Rabe will Umsatz und Ertrag weiter steigern
Finanzvorstand Thomas Rabe will Umsatz und Ertrag weiter steigern

Bertelsmann muss in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Für das schlechtere Ergebnis sind vor allem Sondereffekte verantwortlich. So haben der Vergleich im Zusammenhang mit der Musiktauschbörse Napster und die Kartellamtsstrafe gegen den TV-Vermarkter IP Deutschland tiefe Löcher in die Kasse gerissen.

Der Konzerngewinn lag in den ersten neun Monaten bei 132 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum verbuchte der Medienkonzern aus Gütersloh noch einen Gewinn von 384 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs in den ersten drei Quartalen bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte leicht auf 13,3 Milliarden Euro (plus 1,2 Prozent). Das operative Ergebnis (Operating Ebit) legte um 4,7 Prozent auf 1028 Millionen Euro (Vorjahr: 982 Millionen Euro) zu. Bereinigt um wesentliche Portfolioeffekte - dem Verkauf von BMG Music Publishing und der Beteiligung am französischen Pay-TV-Sender TPS - stieg das Operating EBIT um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Umsatzrendite erhöhte sich nach neun Monaten auf 7,7 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent).

Auf einen Blick

Gewinn: 132 Millionen Euro

Umsatz: 13,3 Milliarden Euro

Ebit: 1028 Millionen Euro

Umsatzrendite: 7,7 Prozent


Bei der Rückführung der Finanzschulden liege man weiter im Plan. Finanzvorstand Thomas Rabe: "Bertelsmann hat in den ersten neun Monaten seine operative Ertragskraft weiter verbessert. Im Gesamtjahr wollen wir unverändert bei Umsatz und operativem Ertrag im Vergleich zum Vorjahr bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte zulegen." dh

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