Kartellamt weiter gegen KDG-Monopol

Montag, 13. September 2004

Dem Bundeskartellamt gehen die Zugeständnisse von Kabel Deutschland (KDG) zur Übernahme der drei regionalen Kabelnetzbetreiber Iesy, Ish und Kabel BW offenbar nicht weit genug. Unter den derzeitigen Bedingungen soll die Fusion nicht genehmigt werden. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Dienstagsausgabe.

In einem Schreiben an KDG soll das Kartellamt angekündigt haben, keine Erlaubnis für die Fusion zu erteilen. Die veröffentlichten Pläne zum Ausbau der Breitbandtechnologie für den Internetzugang über Kabel seien nicht geeignet, um Konkurrenz in diesem Bereich zu garantieren. Nur mit der Etablierung eines Konkurrenzverhältnisses in diesem Sektor würde sich das Kartellamt aber auf ein Monopol der KDG beim Kabelmarkt einlassen.

Seitens der KDG wird bestätigt, dass das Kartellamt schriftlich auf die Anfang September bekannt gegebenen Zugeständnisse reagiert hat. Das Kabelunternehmen soll eigenen Auskünften zufolge nun jedoch noch einmal Stellung beziehen können. ps
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