Kartellamt überprüft Pakt von Premiere und Arena

Mittwoch, 19. Juli 2006

Das Kartellamt prüft derzeit, ob es sich bei der Zusammenarbeit zwischen Premiere und Arena bei der Live-Übertragung der Fußball-Bundesliga um eine wettbewerbswidrige Vereinbarung handelt. Die Behörde habe die Bezahlfernsehsender angeschrieben und um die Übermittlung der Verträge gebeten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Prüfung habe jedoch keine aufschiebende Wirkung. Die Pay-TV-Sender hatten sich vor kurzem überraschend darauf geeinigt, die Live-Spiele der Bundesliga in Kooperation auszustrahlen. Indes kündigte Premiere-Chef Georg Kofler an, Freischaltungsgebühren von Neukunden zu verlangen. Dem Magazin "Stern" sagte er: "Aktivierungsgebühren zu Beginn eines Abonnements sind üblich." Die derzeitigen Anschlusskosten von knapp 30 Euro werden dem Bericht zufolge variieren und dem Abo-Umfang "angepasst".

Bundesliga-Fans werden im Verbreitungsgebiet von Kabel Deutschland (KDG) das Arena-Angebot über Premiere beziehen. In Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen hingegen haben die Kabelnetzbetreiber eigene Verträge mit dem Rechteinhaber abgeschlossen. Dort können die Bundesliga-Spiele ausschließlich über das Arena-Angebot bezogen werden - bisherige Premiere-Kunden müssen entsprechend den Anbieter wechseln. gen



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