Kartellamt prüft Vorwürfe gegen Telekom und DFL

Dienstag, 13. Juni 2006

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) wirft der Deutschen Telekom und der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor, bei der Vergabe der Bundesliga-Rechte andere Internet-Anbieter gesetzeswidrig von der Übertragung auszuschließen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat Breko einen entsprechenden Beschwerdebrief wegen Verdachts des Absprache beim Kartellamt eingereicht. Hintergrund: Die Telekom hat der DFL zugesagt, Bundesliga-Spiele im IPTV nicht über Satellit und Kabel auszustrahlen. Arena, Inhaber für die Pay-TV-Rechte, wird laut einer Vereinbarung seine zusätzlich erhaltenen Internetrechte nicht an Dritte weitergeben. Wie das Blatt berichtet, argumentiert Breko als Verband von 50 Telekom-Konkurrenten wie Arcor oder Hansenet nun, dass durch diese Absprache seine Kunden leer ausgingen. Die Telekom erklärt hingegen, eine exklusive Rechtevergabe sei üblich und mit europäischem Recht im Einklang. Allerdings könnte eine neue Hürde auf den Kommunikationsriesen zukommen: Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) prüft, ob die Telekom mit ihrem Bundesliga-Angebot dem Status nach einem Fernsehanbieter gleichzusetzen ist und daher eine Sendelizenz benötigt. Dies wäre jedoch problematisch, da sich die Telekom zu 37 Prozent in staatlicher Hand befindet. gen

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