Kartellamt prüft Verkauf der Deutschen Eisenbahnreklame

Freitag, 06. Januar 2006
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Der Kauf der Deutschen Eisenbahnreklame (DERG) durch den Kölner Außenwerber Ströer im September 2005 wird erneut unter die Lupe genommen. Das Bundeskartellamt hat am 14. Dezember 2005 ein Entflechtungsverfahren eingeleitet, welches analysieren soll, ob Ströer über der Schwelle von 500 Millionen Euro Umsatz liegt. Dieser Betrag wäre für eine Anmeldung beim Kartellamt erforderlich gewesen. In einem 2. Schritt soll festgestellt werden, ob Ströer eine marktbeherrschende Stellung in Teilmärkten einnimmt. Die Ströer-Gruppe, die den Kauf der DERG Anfang Dezember endgültig besiegelt hat, hatte im Vorfeld des Bietverfahrens um die Bahnwerbung einen Umsatz von 460 Millionen Euro angegeben und den beabsichtigten Kauf daher nicht angemeldet. "Wir waren und sind uns sicher, dass wir unterhalb der Aufgreifsgrenze von 500 Millionen Euro liegen", erklärt Ströer-Sprecher Jörg Lammers.

Das Kartellamt versendet derzeit Fragebögen an Außenwerber, welche im deutschen Markt aktiv sind, um die jeweiligen Unternehmensumsätze und Marktanteile festzustellen. Im Falle eines nachträglichen Kaufsverbot der DERG, müsste Ströer entweder vom Kartallamt festgelegte Auflagen (wie beispielsweise strukturelle Veränderungen) akzeptieren oder die Fusion rückgängig machen, so eine Kartellamts-Sprecherin.

Zur voraussichtlichen Dauer des nicht fristgebundenen Prüfverfahrens machte das Amt keine Angaben
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