Kartellamt prüft Strohmann-Verdacht beim "Tagesspiegel"

Montag, 10. November 2003

Das Bundeskartellamt wird die Wechselspiele auf dem Berliner Zeitungsmarkt noch einmal näher unter die Lupe nehmen. Trotz des Verkaufs des "Tagesspiegel" an den ehemaligen Holtzbrinck-Manager Pierre Gerckens wollen die Wettbewerbshüter bis spätestens 10. Februar eingehend prüfen, ob die Zeitung trotzdem noch Holtzbrinck zugerechnet werden muss.

In diesem Fall könnten sie Holtzbrinck die Übernahme der "Berliner Zeitung" von Gruner + Jahr verbieten. Ursprünglich wollte Holtzbrinck den "Tagesspiegel" mit der "Berliner Zeitung" zusammenführen. Dies wollten die Kartellwächter verbieten. Jetzt wollen sie prüfen, ob die Weitergabe des "Tagesspiegel" an Gerckens, die mit einem Rückkaufrecht verbunden ist, einen "Umgehungstatbestand" erfüllt. he
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