Kartellamt kritisiert Sat-Gebühr

Freitag, 01. September 2006

Das Kartellamt hat Bedenken in Bezug auf die Pläne einer Satellitengebühr. Der Luxemburger Konzern SES Astra hingegen will nicht auf die Zusatzgebühr von 3,50 Euro monatlich verzichten. Der "Knackpunkt" sei, ob eine Kartellabsprache zwischen dem Satellitenbetreiber und den Fernsehsendern vorliege, berichtet das Düsseldorfer "Handelsblatt". "Bereits in der Vergangenheit wollte der Satellitenkonzern mit Sendergruppen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen", sagte Kartellamt-Präsident Ulf Böge dem Blatt. SES-Astra-Chef Ferdinand Kayser erklärte hingegen, dass sich der Konzern angesichts der "neuen Konkurrenz wie dem Internetfernsehen" nicht auf den Verkauf von Übertragungskapazitäten beschränken will. Die ersten Verträge mit Bertelsmann (RTL) und Viacom (MTV) wurden bereits unterzeichnet. Entsprechende Empfangsgeräte sollen laut Kayser bereits im Herbst auf den Markt kommen. gen

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