Kartellamt genehmigt Kauf der Frankfurter Rundschau

Mittwoch, 16. August 2006

Das Bundeskartellamt hat für die Übernahme der "Frankfurter Rundschau" (FR) durch den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) keine Auflagen erteilt. Die MDS-Gruppe hält ab sofort offiziell 50 Prozent plus eine Stimme am Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main, dem Verlag der "FR". Die Anteile hat sie von der SPD-Medienholding DDVG übernommen. Über den Kaufpreis schweigen sich beide Parteien aus. In Branchenkreisen wird ein Betrag von über 35 Millionen Euro gehandelt. Die DDVG hatte mit einer Anteilsübernahme von 90 Prozent im April 2004 die Insolvenz des Verlagshauses abgewendet. Die Medienholding wird als Gesellschafterin weiterhin 40 Prozent der Anteile halten, die Frankfurter Karl-Gerold-Stiftung 10 Prozent. Zu MDS gehören auch der "Express", die "Kölnische Rundschau" und die "Mitteldeutsche Zeitung" sowie seit wenigen Tagen eine Minderheitsbeteiligung von 25 Prozent an der israelischen Verlagsgruppe Haaretz. gen



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