Kartellamt: Investorenholding darf "Hamburger Morgenpost" übernehmen

Donnerstag, 23. Februar 2006

Die BV Deutsche Zeitungsholding darf die "Hamburger Morgenpost" ("Mopo") übernehmen. Eine entsprechende Entscheidung des Bundeskartellamts wurde jetzt bekannt. Die Investorengruppe um den Briten David Montgomery, der seit Ende 2005 auch die "Berliner Zeitung" und der "Berliner Kurier" gehören, hatte ihr Vorhaben am 2. Februar bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet.

Verkäufer sind der Kunsterbe Hans Barlach (90 Prozent) und Josef Depenbrock (10 Prozent). Depenbrock soll Geschäftsführer und Chefredakteur des Blattes bleiben sowie zusätzlich Managementfunktionen in der Berliner Holding übernehmen; Barlach bleibt Herausgeber und hat Anteile in der Holding erworben. Auch Depenbrock will sich finanziell beteiligen.

Im Geschäftsjahr 2004/2005 erzielte die "Mopo" 20 Millionen Euro Umsatz bei einem Vorsteuergewinn von 1,4 Millionen Euro. Die Boulevardzeitung, 1949 von der SPD gegründet, verkauft täglich 111.000 Hefte (IVW 4/2005) und ist in Hamburg der einzige nennenswerte Konkurrent zu den Titeln des Verlags Axel Springer. rp

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