Karstadt-Quelle will 400 Millionen Mark ins E-Business investieren

Dienstag, 20. Juni 2000

Auf der heutigen Pressekonferenz des Karstadt-Quelle-Konzerns betonte Vorstandschef Walter Deuss, das die Konzernintegration nach der Fusion von Karstadt und Quelle bereits zügig fortgeschritten sei: "Wir haben die geplanten Synergien zu 90 Prozent realisiert." Im Geschäftsfeld E-Business will der Konzern auf Basis seiner Kundenbeziehungen in diesem Jahr auf einen E-Commerce-Umsatz von 700 Millionen Mark generieren. Bei 214 Millionen Mark 1999 würde sich dieser Wert mehr als verdreifachen. Insgesamt sollen die Investitionen ins E-Business-Geschäft in den kommenden fünf Jahren 400 Millionen Mark betragen. Mit der Integration von Quelle in den Konzern und der damit verbundenen erheblichen Stärkung im personalisierten Handel sei Karstadt-Quelle mit ihren Kernkompetenzen herausragend für eine dynamische Entwicklung des E-Business aufgestellt, meinte Deuss, dessen E-Commerce-Strategie weiterhin als nebulös und wenig konkret bezeichnet werden kann. Erstens sollen die vorhandenen Kundenpotenziale ausgeschöpft werden. Karstadt-Quelle verfügt über 17,6 Millionen qualifizierter Kundenadressen. Zweitens sollen die E-Commerce-Aktivitäten durchgängig beworben werden. Zudem soll die Präsenz von den Stärken der Konzernmarken geprägt werden. Das Engagement unter Karstadt.de soll im Herbst starten und den erfolglosen Myworld-Auftritt ablösen. Ebenfalls im Herbst wird Karstadtsport.de starten. Darüber hinaus sollen Cross-Marketingpotenziale stärker genutzt und in Teilbereichen mit strategischen Partnerschaften optimiert werden. Die Aktivitäten rund um das E-Business hat der Konzern seine diesbezüglichen Aktivitäten unter der Karstadt-Quelle New Media AG gebündelt. Karstadt-Quelle konnte seinen Marktanteil am deutschen Einzelhandel im Geschäftsjahr 1999 von 2,9 auf 4,6 Prozent steigern. So stieg die Absatzleistung einschließlich dem Touristikkonzern C&N insgesamt von 36,5 auf und 38 Milliarden Mark. Der Umsatz konnte von rund 18,4 Milliarden auf 29 Milliarden Mark gesteigert werden. Die Investitionen in den nächsten fünf Jahre sollen 400 Millionen Mark betragen ins E-Business-Geschäft.
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