Kaiser-Karte: Springer-Manager Würtenberger erwartet Umsatz im "deutlichen Millionen-Bereich"

Donnerstag, 01. April 2010
Die "Kaiser-Karte"
Die "Kaiser-Karte"

Am 19. April erfolgt bei dem Vermarkter Axel Springer Media Impact (ASMI) der Anpfiff für die Vermarktung zur Fußball-Weltmeisterschaft. Dann startet Franz Beckenbauers "Kaiser-Karte", mit der die Nutzer im Zeitraum der WM zahlreiche Vorteilsangebote erhalten. Vorab enthüllt ASMI Details: Als Partner sind die Unternehmen C&A, Karstadt Sport, Rewe, Vodafone, Erdinger und die Deutsche Post an Bord. "Uns war es wichtig, bekannte Handelsmarken und Markenartikler zu gewinnen, die einen engen Bezug zum Sport haben", begründet ASMI-Chef Peter Würtenberger die Auswahl gegenüber HORIZONT.NET. Statt der ursprünglich geplanten 3,5 Millionen Exemplare wird Springer 4 Millionen Stück der Kaiser-Karte herausgeben. Verteilt werden sie über rund 65.000 Presseeinzelhändler und den ambulanten Sonntagshandel zudem ist die Karte in "Sport Bild" eingeklebt. Beworben wird die Aktion ab dem 11. April in Axel-Springer-Medien. Das Bruttowerbevolumen liegt im siebenstelligen Bereich.

Um von den Rabattaktionen zu profitieren, müssen die Nutzer die Karte nur im Laden vorzeigen. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Allerdings haben registrierte Nutzer zusätzliche Vorteile. So können sie beispielsweise an Gewinnspielen teilnehmen. Wenn das Projekt ein Erfolg wird, könnte das Beispiel Schule machen. "Ich will nicht ausschließen, dass wir ähnliche Aktionen zu weiteren Großereignissen starten - geplant ist aber noch nichts", so Würtenberger im Interview mit HORIZONT.NET.

"Größte Vermarktungsaktion eines Medienhauses zur Weltmeisterschaft"

Peter Würtenberger
Peter Würtenberger
Wie passt die Kaiser-Karte in die Crossmedia-Strategie von Axel Springer Media Impact?
Peter Würtenberger: Grundsätzlich möchten wir den Kunden neue Wege zum Endverbraucher aufzeigen und mehr als nur klassische Anzeigen bieten. Mit crossmedialen Angeboten wie den Volks-Produkten, den Familienprodukten und "Welt Klasse" haben wir bereits zahlreiche Konzepte erfolgreich umgesetzt. Mit der "Franz Beckenbauers Kaiser-Karte" wollen wir nun den PoS noch stärker als bisher in unsere Crossmedia-Strategie einbeziehen.

Die Kaiser-Karte ist auf die Fußball-WM in Südafrika begrenzt. Können Sie sich vorstellen, in Zukunft weitere Projekte dieser Art zu starten?
Hierbei handelt es sich um die größte Vermarktungsaktion eines Medienhauses zur Weltmeisterschaft. Bei einem erfolgreichen Verlauf will ich nicht ausschließen, dass wir ähnliche Aktionen zu weiteren Großereignissen starten. Konkret geplant ist aber noch nichts - auch nicht, dauerhaft eine Rabattkarte auf den Markt zu bringen.

Was ist das Umsatz-Ziel der Aktion?
Genaues verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: das Ziel liegt deutlich im Millionen-Bereich.

Welche Effekte erhofft sich Axel Springer für "Bild"?
Im Rahmen von Gewinnspielen mit der Kaiser-Karte in den beteiligten "Bild"-Titeln wollen wir die Leser-Blatt-Bindung stärken und im Idealfall die Auflage steigern. Die Aktion geht also über ein reines Vermarktungskonzept hinaus. bn
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