Kabelnetzbetreiber Primacom meldet Insolvenz an

Montag, 14. Juni 2010
Der Kabelnetzbetreiber sucht sein Heil in der Insolvenz
Der Kabelnetzbetreiber sucht sein Heil in der Insolvenz
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Insolvenz Primacom Luxemburg Kompromissvorschlag


Der angeschlagene Kabelnetzbetreiber Primacom meldet Insolvenz an. Das teilt das Unternehmen in einer Adhoc-Meldung mit. Die Kreditgeber hätten heute Nacht einen Kompromissvorschlag des Hauptgesellschafters, der Escaline-Holding aus Luxemburg, zurückgewiesen. Daraufhin hat Escaline die Verhandlungen abgebrochen und sucht sein Heil in der Insolvenz.

Der Kabelnetzbetreiber hat rund 340 Millionen Euro Schulden. Die Kreditgeber hatten Anfang des Monats Forderungen in Höhe von rund 30 Millionen Euro fällig gestellt. Die Verhandlungen über eine neue Finanzierungstruktur waren ohne Ergebnis geblieben. Escaline hatte Berichten zufolge auf einen weitgehenden Schuldenerlass gedrängt, dem die Gläubiger, mehrheitlich Finanzinvestoren, aber nicht zustimmen wollten. Der operative Betrieb, der bei dem Tochterunternehmen Primacom Management GmbH gebündelt ist, läuft derweil weiter. dh
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