Kabelnetzbetreiber Iesy gegen Regulierung der Kabelnetze

Freitag, 21. September 2001

Wenig begeistert über die Änderungsvorschläge zum Rundfunkstaatsvertrag bezüglich der Regulierung der Kabelnetze äußert sich der hessische Kabelnetzbetreiber Iesy. Nach der Übernahme der Telekom-Netze durch den US-Konzern Liberty Media hatte sich unter anderem Kurt Beck, rheinland-pfälzischer Ministerpräsident und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, für eine Sicherung der Angebotsvielfalt in den deutschen Kabelnetzen ausgesprochen. In einem Brief an Beck äußerte sich Iesy nun skeptisch gegenüber den Forderungen: Durch Becks Initiative sehe man die Modernisierung des deutschen Breitbandkabelnetzes "massiv gefährdet".

Grund dafür sei vor allem eine Verunsicherung der internationalen Finanzmärkte, auf denen die Mittel für die erforderlichen Investitionen beschafft werden müssten. Die Gewährleistung der Medienvielfalt sei darüber hinaus bereits "ausreichend und präzise" im Rundfunkstaatsvertrag geregelt. Im August 2000 hat Iesy zu 65 Prozent das hessische Kabelnetz von der Deutschen Telekom übernommen und versorgt nun etwa 1,8 Millionen Haushalte mit Radio- und Fernsehprogrammen.
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