Kabel Deutschland rüstet HD-Angebot auf / RTL fehlt weiter

Mittwoch, 02. Mai 2012
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So langsam rüstet auch Kabel Deutschland in Sachen HD auf. Zwar hat sich Deutschlands größte Kabelgesellschaft immer noch nicht mit der Mediengruppe RTL Deutschland auf die Einspeisung der HD-Kanäle einigen können. Mit Axn HD, Kinowelt TV HD und Cartoon Network HD kann die KDG jedoch drei kleinere Sender in ihr Portolio aufnehmen. Voraussetzung für den Empfang ist ein Abonnement der kostenpflichtigen PremiumHD-Angebote. Die Zuschauer werden sich allerdings noch ein wenig gedulden müssen, bis sie die drei Sender wirklich sehen können. In den elektronischen Programmführern und in der Kommunikation setzt KDG die Neulinge zwar schon jetzt ein. Tatsächlich ausgestrahlt werden sie jedoch erst ab Herbst. Der konkrete Termin steht noch nicht fest.

Zum aktuellen Angebot von Kabel Deutschland gehören die öffentlich-rechtlichen Programme Das Erste HD, ZDF HD und Arte HD, zehn private Pay-HD-Programme wie 13th Street und Spiegel TV, sowie sieben HD-Sender von Sky.

Seit Oktober 2011 strahlt Kabel Deutschland auch die HD-Programme der Pro Sieben Sat 1-Gruppe aus. Der Einigung waren zähe Verhandlungen vorausgegangen, denn die beiden großen privaten Sendergruppen versuchen mit ihren HD-Angeboten auch neue Einnahmeströme zu generieren. Beim Übertragungsweg Satellit ist es ihnen gelungen. Betreiber Astra zahlt den Sendern abonnentenabhängige Beteiligungen für die Einspeisung ihrer Programme ins Paket HD plus, das bereits im November 2009 gestartet ist. Anders als in den USA und anderen Ländern zahlten in Deutschland bislang die Sender für die Übertragung ihrer Kanäle an die Infrastrukturbetreiber - und nicht umgekehrt.

Mit der Mediengruppe RTL Deutschland steht die Einigung dagegen weiter aus. Konkurrent Unity Media hat sich mit der Kölner Sendergruppe dagegen im April geeinigt und bezahlt nun für die Einspeisung von RTL HD, Vox HD und Super RTL HD. Die großen Sender in HD-Qualität an Bord zu haben, wird für die Kabelnetzbetreiber ein wichtiges Thema. Vereinen diese doch im bislang gültigen analogen Übertragungsstandard SD über 80 Prozent der Zuschauernutzung auf sich.

Wie attraktiv die großen Programme sind, spiegelt sich auch in der Nutzung der Übertragungswege wieder. Satellit, das frühzeitig auf die großen Sender in HD gesetzt hat, konnte Kabel damit in den vergangenen Jahren Marktanteile abjagenpap
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