Kabel Deutschland hält Fusionszusage für unwahrscheinlich

Donnerstag, 09. September 2004

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) geht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" nicht mehr davon aus, vom Bundeskartellamt die Erlaubnis zur Übernahme der Netzbetreiber Iesy, Ish und Kabel BW zu bekommen. Nach ersten Gesprächen scheinen die Kartellwächtern von ihren Argumenten gegen eine Fusion nicht abzurücken - trotz der Zugeständnisse, die KDG zuletzt eingeräumt hatte.

Um die angestrebte Übernahme erlaubt zu bekommen, wollte das Unternehmen in den Ausbau von Breitbandinternetzugängen investieren und vorerst auf eine Grundverschlüsselung privater Free-TV-Sender verzichten. Damit wären allerdings die Bedenken des Kartellamts gegen eine marktbeherrschende Stellung der KDG nicht ausgeräumt. Das Kartellamt hat sich bisher nicht wieder zu dem Fall geäußert. Die offizielle Entscheidung fällt erst am 7. Oktober. ps
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