KKR und Permira droht Machtkampf um Pro Sieben Sat 1

Mittwoch, 13. Mai 2009
Pro Sieben Sat 1 kommt nicht zur Ruhe
Pro Sieben Sat 1 kommt nicht zur Ruhe

Pro Sieben Sat 1 droht ein Machtkampf zwischen seinen Hauptanteilseignern, den Finanzinvestoren KKR und Permira, und mehreren US-Hedge-Fonds. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" haben die Fondsgesellschaften Apollo, Avenue Capital und Octavian auf dem Sekundärmarkt für Kredite rund drei Viertel der besicherten Kredite der Pro-Sieben-Sat-1-Holdinggesellschaft Lavena aufgekauft. Welche Ziele die Hedge-Fonds verfolgen, ist noch unklar. Bislang hätten noch keine direkten Gespräche stattgefunden.  KKR und Permira haben in der Vergangenheit stets betont, sich bei Pro Sieben Sat 1 langfristig engagieren zu wollen. Erst kürzlich hatten sie die US-Investmentbank Houlihan Lokey engagiert, um eine Finanzstrategie für die völlig überschuldete Gruppe zu entwickeln. Die Hoffnung, die auf dem Finanzmarkt gehandelten Kredite von Pro Sieben Sat 1 zu einem Bruchteil ihres Wertes wieder zurückzukaufen, dürfte sich sich nun allerdings zerschlagen haben. Der Schulterschluss der Hedge Fonds dürfte darauf abzielen, für die Kredite einen möglichst hohen Betrag zu erzielen.

Statt die Kredite zurückzukaufen, könnten KKR und Permira auch einen Teil der Anteile an der Holding Lavena an die Fonds abgeben. Finanzexperten rechnen jedoch damit, dass die Finanzinvestoren in jedem Fall einen dreistelligen Millionenbetrag investieren müssen, um die Kontrolle über Pro Sieben Sat 1 zu behalten. Der TV-Konzern legt am Donnerstag die Zahlen für das 1. Quartal 2009 vor. Es wird erwartet, dass der Umsatz in Folge der Werbekrise erneut gesunken ist. dh
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