KKR und Permira bereiten sich für Verkauf von Pro Sieben Sat 1 vor

Freitag, 17. Juni 2011
Die Spekulationen über einen Verkauf gehen weiter
Die Spekulationen über einen Verkauf gehen weiter

Die Finanzinvestoren KKR und Permira bereiten offenbar langsam aber sicher den Verkauf von Pro Sieben Sat 1 vor. So sollen die Kreditverträge so angepasst werden, dass die Banken die Kredite nicht zurückfordern können, sobald der Anteil der beiden Hauptaktionäre unter 50 Prozent sinkt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Aus einem Brief der Holding Lavena, bei der KKR und Permira ihre Anteile an dem TV-Konzern gebündelt haben, geht demnach hervor, dass die Schwelle, ab der die Kreditverträge fällig werden, auf 35 Prozent abgesenkt werden soll. Lavena hält derzeit 88 Prozent der Stammaktien von Pro Sieben Sat 1.

Permira hatte Spekulationen über schnellen Verkauf des TV-Konzerns erst vor wenigen Wochen zurückgewiesen: Es gebe "überhaupt keinen Zeitdruck, dort heute oder morgen auszusteigen", sagte Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser Anfang Juni in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Wachstumsstrategie des Managements lasse noch "viel Positives erwarten". "Insofern  empfinden wir überhaupt keinen Zeitdruck, dort heute oder morgen auszusteigen", sagte Rockenhäuser. Womöglich warten die Finanzinvestoren auch nur auf einen besseren Zeitpunkt, um ihre Anteile an Pro Sieben Sat 1 zu versilbern. Der Aktienkurs hat seit Anfang des Jahres deutlich nachgegeben. dh
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