KEK verteidigt umfangreiches Prüfverfahren gegen die Kirch-Gruppe

Donnerstag, 23. Juli 1998

Bei der Vorstellung des ersten Jahresberichts der "Kommission zur Ermittlung der Konzentration imMedienbereich" (KEK) setzte sich der KEK-Vorsitzende Reimut Jochimsen für eine umfassende Bekämpfung der Medienkonzentration ein. "Bei der Beurteilung vorherrschender Meinungsmacht geht es nicht nur um quantitative, sondern auch um qualitative Fragen", erklärte Jochimsen und ergänzte: "Der Bekämpfung medialer Konzentration muß ein präventives und nicht lediglich ein repressives Element innewohnen." Darüber hinaus tadelte Jochimsen die oftmals "unbefridigende Zusammenarbeit" mit einigen Landesmedienanstalten, die der KEK häufig unvollständige Prüfunterlagen vorgelegt haben: "Es ist eine bedauerliche Fehlentscheidung, wenn der Zugang zu relevanten Informationen in eine Zuständigkeitsfrage verkehrt wird", so Jochimsen.
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