KEK bemängelt Einstieg von T-Online ins TV-Geschäft

Mittwoch, 19. April 2006

Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) kritisiert die Pläne der Telekom-Tochter T-Online, sich an dem Musiksender Deluxe Television in München zu beteiligen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, gehe aus einer KEK-Mitteilung hervor, dass T-Online 24,91 Prozent der Anteile an Deluxe übernehmen will. Die 99-prozentige Tochter T-Online Venture Fund soll die Beteiligung übernehmen. Die KEK kritisiert, dass T-Online dadurch zum Programmveranstalter werde. Da sowohl der Bund als auch die KfW an der Telekom beteiligt sind, sei fraglich, ob die Staatsferne im Rundfunk gewährleistet bleibe.

Die Entscheidung darüber trifft die Landesmedienanstalt Baden-Württemberg. Da der Staatsanteil jedoch unter zehn Prozent liege, sind nach baden-württembergischen Landesrecht die T-Online-Pläne möglich, so das Blatt weiter.

Außerdem habe sich die Telekom für das TV-Angebot die Marke "Telekom TV" beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen. se

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