KDG streitet mit ARD und ZDF über Verbreitungskosten

Freitag, 17. Februar 2012
KDG-Chef Adrian von Hammerstein
KDG-Chef Adrian von Hammerstein

Zwischen ARD und ZDF und dem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) bahnt sich ein Streit um die Kosten für die Programmverbreitung an. Die öffentlich-rechtliuchen Rundfunkanstalten haben im Januar angekündigt, künftig keine Einspeisegebühren mehr an die Kabelanbieter zahlen zu wollen. KDG-Chef Adrian von Hammerstein hat die Pläne nun scharf kritisiert. "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die Sender künftig nicht mehr zahlen wollen", sagte von Hammerstein der "Financial Times Deutschland". "Das wäre aus unserer Sicht eine Diskriminierung und ein Missbrauch ihrer Marktmacht."

Die ARD strebt für den Zeitraum 2013 bis 2016 bei den Verbreitungskosten eine Kostenreduktion um 172,1 Millionen Euro an. Die Einspeisegebühren der Kabelnetzbetreiber sind den TV-Sendern schon lange ein Dorn im Auge. Die Sender argumentieren, dass die Kabelnetzbetreiber gleich doppelt abkassieren: Von den Sendern und von den Kabelkunden. Zudem könnten sie ohne die entsprechenden Inhalte keine TV-Anschlüsse verkaufen. Die Kabelnetzbetreiber wiederum halten dagegen, dass die Durchleitung der Programme Geld koste und sie eine hohe technische Reichweite der Sender garantieren. dh
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