Jürgen Leinemann erhält Henri Nannen Preis

Mittwoch, 06. Mai 2009

Der "Spiegel"-Journalist und Autor Jürgen Leinemann erhält den Henri Nannen Preis 2009 für sein publizistisches Lebenswerk. Am 8. Mai verleiht der Gruner+Jahr-Verlag dem 72-Jährigen die Auszeichnung im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.
Leinemann begann seine journalistische Karriere nach seinem Studium bei der Nachrichtenagentur dpa in Berlin, Hamburg und Washington. Ab 1972 war er für den "Spiegel" tätig, zunächst in Washington, später in Bonn. 1990 übernahm er die Leitung des Ressorts Deutsche Politik in Berlin, später arbeitete er dort als Autor.

Als Journalist porträtierte Leinemann zahlreiche deutsche Bundespolitiker, wie etwa Gerhard Schröder, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher und Franz Josef Strauß und lieferte Einblicke in deren Arbeitsweise. In seinem Buch "Höhenrausch" thematisierte er den Realitätsverlust von Politikern.

Der Henri Nannen Preis wird 2009 zum fünften Mal vergeben. Neben der Kategorie des publizistischen Lebenswerks werden die besten Arbeiten in den Genres Reportage, Investigation, Dokumentation, Humor und Fotoreportage sowie ein herausragender Einsatz für die Pressefreiheit ausgezeichnet. Um den Preis haben sich dieses Jahr Journalisten mit über 900 Arbeiten beworben. HOR
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