Jobportale stellen Gegenkonzept zum virtuellen Arbeitsmarkt vor

Dienstag, 02. September 2003
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Die führenden Online-Jobbörsen wollen ihren Kampf gegen das geplante Internet-Angebot der Bundesanstalt für Arbeit (BA) forcieren. Um in der Öffentlichkeit an einem Strang zu ziehen, wird nun die Wiesbadener Agentur Accente Communication mit der PR-Arbeit betraut. Zusätzlich haben Jobscout24, Jobpilot, Monster und Stepstone ein Gegenkonzept zu den BA-Plänen vorgestellt und skizziert, wie der öffentliche "virtuelle Arbeitsmarkt" aussehen sollte.

"Wir empfehlen, dass die BA eine neutrale Online-Plattform errichtet, in die alle seriösen Jobbörsen eingebunden sind", erklärt Stepstone-Vorstand Ralf Baumann. "Die BA könnte die Angebote vorfiltern und damit den Nutzern Orientierung bieten." Diese würden dann jedoch wie gehabt die diversen Angebote der privaten Anbieter nutzen. "Wenn dieses Konzept konsequent umgesetzt würde, könnte sich - etwas utopisch gedacht - die BA sogar selbst aus der Arbeitsvermittlung zurückziehen", so Baumann. Dies stellt sich die Bundesanstalt jedoch offenbar völlig anders vor. Sie will im Dezember eine Plattform starten, mit der sie selbst als Wettbewerber der Jobportale auftritt. Der "virtuelle Arbeitsmarkt" soll sich auch nicht ausschließlich an Arbeitslose richten. Dies halten die Privatanbieter für unzulässig. kj

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