Jetzt auch Amazon: Onlinehändler will TV-Abonnement starten

Mittwoch, 01. September 2010
Mit Amazon geht das Rennen um Online-TV in die nächste Runde
Mit Amazon geht das Rennen um Online-TV in die nächste Runde
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Amazon WSJ Apple Google Insiderkreis Fernsehserie NBC


Amazon reiht sich in die Riege der TV-Anwärter ein: Der Onlinehändler arbeitet an einem Abonnement-Service, über den online Filme und Fernsehserien abgerufen werden können. Dies berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf Insiderkreise. Damit ist Amazon nach Apple und Google das dritte Unternehmen, bei dem es aktuell Gerüchte um ein kostenpflichtiges TV-Angebot gibt. Laut "WSJ"-Informationen laufen bereits Gespräche zwischen Amazon und Medienunternehmen wie NBC Universal, Time Warner und News Corp. Wenn alles gut läuft, könnte Amazons Videodienst bereits rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen, behaupten Beteiligte. Sollten sich jedoch nicht ausreichend Unternehmen am neuen Abo-Dienst beteiligen, sei es auch möglich, dass das Projekt auf Eis gelegt oder ganz begraben werde.

Die über den Abo-Dienst angebotenen Inhalte sollen nach "WSJ"-Informationen eher aus der Backlist stammen, also weniger aktuell sein. Damit würde Amazon in direkte Konkurrenz zum US-Anbieter "Netflix" treten, der ebenfalls über ein Abonnement-System ältere TV-Sendungen und Spielfilme vertreibt. Ansehen könnte man die Videos direkt online im Browser sowie über Geräte, die mit dem Internet verbunden werden können, wie Fernseher, Blu-Ray-Player und Microsofts Spielkonsole Xbox. Derzeit bietet Amazon in den USA Einzelepisoden von TV-Serien sowie Spielfilme zum Kauf an, die online oder auf mit dem Internet verbundenen Fernsehgeräten angesehen werden können.

In der vergangenen Woche kamen Gerüchte auf, dass auch Apple und Google sich im Bereich des Internetfernsehens weiter engagieren möchten. Apple plant nach Insiderinformationen eine Online-Videothek für TV-Serien und möchte eine neue Version des Gerätes Apple TV auf den Markt bringen. Google möchte einen kostenpflichtigen Videodienst in seine Plattform Youtube integrieren, berichten Beteiligte. sw
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