Japan-Katastrophe: Apple fürchtet Lieferengpässe bei iPad 2

Mittwoch, 16. März 2011
Das iPad 2 ist seit dem 11. März auf dem Markt. Nun könnte es zu Lieferproblemen kommen.
Das iPad 2 ist seit dem 11. März auf dem Markt. Nun könnte es zu Lieferproblemen kommen.

Die Katastrophe in Japan geht auch an Apple nicht spurlos vorbei: Der IT-Konzern befürchtet Lieferschwierigkeiten beim neuen iPad 2. Dies berichtet das "Hamburger Abendblatt". Zudem wurde die Markteinführung des Tablet-PCs in Japan vorerst ausgesetzt. Apple lässt in Japan Nand-Flash-Speicher für das iPad 2 produzieren. Durch Erdbeben und Tsunami seien zwar nur wenige Produktionsstätten zerstört worden, Transport und Stromversorgung seien jedoch unterbrochen. Dies führe zu Engpässen und Preissteigerungen, so das "Hamburger Abendblatt". Erwartet werden die Engpässe aufgrund der Vorlaufzeit in der Lieferkette allerdings frühestens Ende März. Bei dieser Prognose bezieht sich die Zeitung auf die Analyseagentur iSuppli.

Bislang ist das iPad 2 nur in den USA erhältlich: Am ersten Verkaufswochenende nach der Markteinführung konnte Apple eine Million Geräte verkaufen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Analystenschätzungen. Seit dem vergangenen Freitag, 11. März, ist der Tablet-PC in den USA auf dem Markt.

Für Deutschland sowie weitere europäische Länder ist die Markteinführung für den 25. März angekündigt. Auch in Japan hätte das iPad 2 zu diesem Termin in die Läden kommen sollen. Aufgrund der Katastrophe wurde die Markteinführung jedoch jetzt nach hinten verschoben, wie Reuters meldet. Ein Ersatzdatum ist noch nicht bekannt.

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, dessen Produktion von der Katastrophe in Japan beeinflusst wird: Bereits am Montag stoppten die Autobauer Toyota, Honda, Suzuki und Nissan vorerst ihre Produktion. Canon, Toshiba und Bridgestone hingegen erklären, dass sie nach derzeitigem Stand keine Lieferengpässe erwarten. sw
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