Jalag: Ute Kröger verlässt "Für Sie" / Nachfolgerin wird Sabine Fäth

Freitag, 10. Dezember 2010
Sabine Fäth wechselt zur "Für Sie"
Sabine Fäth wechselt zur "Für Sie"

In ersten Charts für Agenturpräsentationen zum anstehenden Relaunch des 14-täglichen Frauenmagazins „Für Sie“ tauchte sie als Chefredakteurin noch auf, in der Pressemitteilung Ende November wurde sie noch zitiert – doch beim Gespräch mit HORIZONT vor gut zwei Wochen war sie schon nicht mehr mit dabei: Ute Kröger, seit fast sechs Jahren an der Spitze des wichtigsten Titels des Jahreszeiten Verlags (Jalag). Sie sei auf Dienstreise, hieß es auf Nachfrage. Und so erklärten Jalag-Geschäftsführer Jan Pierre Klage und Verlagsleiter Matthias Frei den inhaltlichen und optischen Relaunch des Frauenmagazins. Nun scheint klar, warum: Der Relaunch zum Februar 2011 ist wohl nicht mehr so richtig ihr Baby gewesen. Ute Kröger, 49, verlässt den Verlag. Nachfolgerin wird Sabine Fäth, 43. Wann Fäth – bisher noch Chefredakteurin der Bauer-Frauentitel „Tina“ und „Bella“ – beim Jalag antritt, steht noch nicht fest. Kommissarisch übernimmt Krögers Stellvertreterin Susanne Walsleben, 53, den Job – mitten in den Arbeiten zum Relaunch. Ein optimales Timing sieht anders aus.

Kröger lege ihr Amt „in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Verlag“ nieder, teilt der Jalag mit; es gebe „unterschiedliche Auffassungen über die weitere Positionierung des Titels“. Man darf vermuten, dass schon der Impuls zum neuerlichen Relaunch von „Für Sie“ eher von Klage ausging als von der Chefredakteurin. Kröger hatte den Titel bereits kurz nach ihrem Start zum März 2006 umgebaut – und nach Klages Antritt beim Jalag (Ende 2007) im Jahr 2008 sukzessive nachjustiert. Und dann nochmal Ende 2009.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat Klage bereits die Chefredakteurin des Monatstitels „Petra“ ausgewechselt: Nina Maurischat beerbte damals Ulrike Fischer. Der Hintergrund war wohl ein ähnlicher wie jetzt: Klage hatte zum Februar 2009 im Zuge seiner Justierung des Titelportfolios auch „Petra“ einen Relaunch verordnet – mit der Begründung, es mangele dem Heft an „Relevanz und Differenzierung gegenüber anderen Titeln“. Damit hatte er die Überarbeitungen der Chefredakteurin Fischer 2005 und nochmals 2006 öffentlich hinterfragt.

Und die Bauer-Frauentitel müssen jetzt mal wieder eine neue Chefredaktion suchen: Zuletzt gab es bei "Maxi" eine gewisse Fluktuation; dort übernimmt im kommenden Jahr Ann Thorer . Auch Maurischat kommt von Bauer; dort hatte sie ihren "Bella"-Posten Ende 2009 im Zuge einer Redaktionszusammenlegung an Fäth abgeben müssen. Bald arbeiten beide also wieder unter einem Dach - beim Jalag. rp
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