Jahreszeiten Verlag beschließt Kurzarbeit

Donnerstag, 30. Juli 2009
Jalag-Geschäftsführer Joachim Herbst
Jalag-Geschäftsführer Joachim Herbst

Jetzt ist es beschlossene Sache: Die Geschäftsführung und die Betriebsräte des Hamburger Jahreszeiten Verlags haben sich darauf geeinigt, Kurzarbeit in dem Unternehmen einzuführen. HORIZONT.NET hat bereits im Vorfeld über die Pläne berichtet. Laut der Vereinbarung wird vom 1. August bis zum 31. Dezember 2009 die Arbeitszeit um rund 10 Prozent reduziert. Betroffen sind Mitarbeiter aller Ebenen - auch Leitende Angestellte sowie die Geschäftsführung. Allein der Anzeigenaußendienst ist von der Maßnahme ausgenommen, damit die Ansprechpartner der Werbekunden auch weiterhin uneingeschränkt erreichbar sind.

Damit der Jahreszeiten Verlag die Sparpläne umsetzen kann, muss jedoch noch die Bundesagentur für Arbeit grünes Licht erteilen. Hierbei handelt es sich angesichts der wirtschaftlich angespannten Situation des Verlags aber voraussichtlich nur um eine reine Formsache. "Die Entwicklung der Anzeigenmärkte speziell in den vergangenen 6 bis 8 Wochen zwingt uns dazu", sagte vor rund zwei Wochen Joachim Herbst, kaufmännischer Geschäftsführer des Verlags, im Interview mit HORIZONT.NET. Er stellt sich auf Anzeigenrückgänge von 12 bis 18 Prozent ein.

In dem Gespräch betonte er außerdem, dass es derzeit keine Pläne gibt, Titel einzustellen. Auch in der Unternehmensmitteilung zur Kurzarbeit heißt es, dass es das Ziel ist, "den Verlag wirtschaftlich zu stabilisieren, ohne die Produktqualität und Leistungsfähigkeit des Zeitschriftenportfolios einzuschränken".

Auch bei Gruner + Jahr könnte Kurzarbeit für einzelne Arbeitnehmergruppen ein Thema werden - dies wird derzeit geprüft. Axel Springer wird die Kurzarbeit bei seiner Münchner Dependance AS Financial Media ("Euro") hingegen wieder beenden. bn
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